Letztes Wochenende war ich mit Sandra in Prag. wir sind am Mittwoch-Abend mit dem Nachtzug gefahren. Sandra ist zum ersten Mal im Liegewagen gefahren, darum war’s für sie sicher aufregender als für mich.
Am Donnerstag waren wir dann um halb 7 in der Früh in Prag. Auf der Suche nach dem Hostel sind wir erst mal ein bisschen im Kreis gelaufen, bevor wir es gefunden haben. Das Zimmer war zwar nicht recht groß, zwischen den Betten waren 20 cm, aber für’s Schlafen hat’s absolut gereicht. Und mehr wollten wir da drinnen ja eh nicht tun.

Nachdem wir unser Gepäck im Hostel abgegeben haben, sind wir erst mal mit der Straßenbahn Richtung Altstadt gefahren. Wir sind dann den ganzen Vormittag durch die Stadt gelaufen und am Nachmittag haben wir uns die Titanic-Ausstellung in der Lucerna angesehen, die war echt toll. Am Anfang der Ausstellung haben wir eine „Bordkarte“ bekommen, auf dem die Daten einer Person, die auf der Titanic war, standen. Die ganzen Infos (Name, Alter, Familienstand, Grund der Reise, usw.) waren auf Tschechisch, aber Sandra und ich haben trotzdem alles verstanden. Am Ende der Ausstellung gab’s dann die Auflösung, ob die Person auf unserem Zettel überlebt hat, oder nicht.



Am Abend haben wir uns das Fußballspiel Portugal – Deutschland am Altstädter Ring angesehen. Da waren echt viele Leute, aber wir haben nicht gewusst, wie viele davon wirklich Deutsche oder Portugiesen sind. Wir sind ziemlich weit hinten gestanden und als das erste Tor für Deutschland gefallen ist, waren wir (fast) mehr über die vielen Arme in der Luft erstaunt, als über das Tor. Auch nach dem Spiel sind noch sehr viele deutsche Touristengruppen durch die Stadt gezogen und haben ausgiebig gefeiert.
Am Freitag waren wir auf der Burg. Das war auch toll. Zum Glück hatten wir ziemlich gutes Wetter, deshalb hatten wir einen sehr schönen Ausblick über die ganze Stadt. Am Nachmittag war dann das Judenviertel dran und am Abend waren wir im Schwarzlichttheater. Danach haben wir uns noch die 2. Halbzeit vom Spiel Kroatien – Türkei angesehen, aber bis dahin hatten wir eh noch nichts verpasst. Nach dem Elfmeterschießen sind wir dann auch nach Hause.


Yoshi und Julo (ein slowakischer Freiwilliger aus Bezovce) waren am Samstag dann auch in Prag. Wir haben uns erst am Nachmittag getroffen, weil Sandra und ich vorher noch auf dem Laurenziberg ins Spiegellabyrinth und ein bisschen spazieren gegangen sind. Mit Yoshi und Julo haben wir uns dann nur ein Eis gekauft und uns gemütlich ans Ufer der Moldau gesetzt und uns einfach unterhalten.

Am Samstag-Abend sind wir dann mit dem Zug wieder zurück nach Humenné bzw. Bezovce gefahren. Wir waren dann zu 6. in einem Liegeabteil und die anderen Mitreisenden wollten das Fenster nicht mal ein kleines Stück aufmachen. Das war für Sandra und mich, nachdem wir oben gelegen haben, nicht so toll, aber zum Glück sind 3 von unseren Abeilkollegen schon um halb 7 in der Früh ausgestiegen. Ab dann war’s besser.